- Geschichtssplitter -
Die Rinde des Cinchona- Baumes

Leicht war es keineswegs für Johanna Henriette, die Gefährtin eines so konsequent tiefgründigen und ehrbaren Arztes wie Samuel Hahnemann zu sein.
Rima Handley schreibt dazu in ihrem Buch:“Das Eheleben war von Anfang an schwierig. Wenn Johanna Henriette gemeint hatte, mit einem erfolgreichen jungen Arzt verheiratet zu sein, muß sie tief enttäuscht worden sein, denn es sollte noch Jahre dauern, bis die Familie ohne materielle Sorgen leben konnte.
Hahnemann wurde immer unzufriedener mit dem Beruf, den er gewählt hatte. Er begann - fast zwanghaft - zu schreiben und zu veröffentlichen, nicht nur, um sein Einkommen zu verbessern, sondern auch, um seiner Enttäuschung Luft zu machen und seine unorthodoxen Ansichten zu verbreiten.“
Ein junger Physikus auf Wanderschaft

Erstaunt sind wir, wie viele Umzüge der Arzt Samuel Hahnemann in seinem jungen Leben bewältigte. Was waren die Gründe, fragen sich heute viele Homöopathen.
Die medizinische Ausbildung am Ende des 18. Jahrhunderts ließ oft an Umfang und Tiefe zu wünschen übrig. Damals hatte beispielsweise die Universität Leipzig kein eigenes Krankenhaus, um die angehenden Mediziner auch praktisch zu schulen. Mit theoretischem Wissen überhäuft, ließ man sie nach wenigen Semestern auf die kranke Menschheit los. Deshalb erwählte der junge Student Samuel Hahnemann eine weitere Lehrzeit am Allgemeinen Krankenhaus Wien bei Dr. Quarin, welchem als Spital ein ausgezeichneter Ruf in ganz Europa vorausging.
Samuel Hahnemann's Wurzeln und seine Herkunftsfamilie

Schon oft beschäftigte mich die Frage: "Aus welchem Holz muss ein Mensch in seiner Zeit gewachsen sein, um ein Heilsystem wie das der Homöopathik zu erschaffen?"
Schauen wir uns die Umstände an, die die Herkunftsfamilie Hahnemann prägten.
Ich lade Sie auf eine Zeitreise ins frühe 18. Jahrhundert nach Bad Lauchstedt ein.
Das kleine verschlafene Städtchen in der Nähe von Halle im damaligen Preußen, nannte um 1710 eine Eisenmineralquelle und Badeanstalt sein Eigen.